Montag, 16. Mai 2016

Das Gras ist grün.

Sollte man denken. Ist aber leider nicht immer der Fall. Unser Rasen im Garten hat ein gefühltes Alter von 40 Jahren. Das alleine muss ja kein Kriterium für eine schlechte Qualität sein, aber wenn der Rasen 40 Jahre nicht gepflegt wurde, dann wundert es auch nicht weiter.
Für die Rosen im Garten kauft man speziellen, meistens sehr kostenintensiven Dünger. Der Rhododendron bekommt ebenfalls eine auf seine Bedürfnisse abgestimmte Düngemischung. Ja, selbst der Kompost wird mit Schnellkomposter verwöhnt. Und der Rasen? Der wird einmal die Woche gemäht. Das muss reichen.
Leider reicht diese Pflege in den meisten Fällen nicht aus. Auch ein Rasen will mit Dünger verwöhnt werden und ab uns zu mal eine kleine Streicheleinheit erfahren. Damit wir uns gleich richtig verstehen, wir beabsichtigen nicht, uns einen englischen Rasen, wo die Halme mit der Nagelschere geschnitten werden, heranzuziehen. Aber eine schöne, sattgrüne Fläche mit wenig Moss ist nicht zu viel verlangt, oder?
Zum Beginn der Saison haben wir die verschiedenen Arten der Rasenpflege erörtert. Auch das vermeitliche Wundermittel Eisendünger (Eisen-II-Sulfat) wurde betrachtet. Es ist jedoch schizophren in einem Kleingarten ein Mittel auszubringen, was im Endeffekt pures Gift ist. Wir wollen sauberes und gesundes Gemüse anbauen und schmeißen 30 cm von unserem Beet ein Zeug auf den Rasen, was der Gesundheit laut Betriebsanleitung nicht zuträglich ist?! Das macht kein Sinn.
Somit bleibt nur das Bekämpfen des unerwünschten Mooses durch Muskelkraft und danach systematischer Aufbau der Grasnarbe. Denn, wenn der Rasen stark genug ist, dann setzt er sich ganz automatisch gegen unerwünschtes Moos durch und lässt sich von diesem nicht unterkriegen.
Zunächst haben wir ein "Probestück" vertikutiert. Allein auf einer Fläche von etwa 80 m² haben wir 150 Liter Moos aus dem Rasen rausgezogen. Dieser Versuch zeigt, wie vermoost unser Rasen ist und warum unser Rasen nicht atmen konnte...

1. Schritt: Moos entfernen.
Im Baumarkt und auch in unserem Schuppen gibt es einen wunderschönen Handvertikutierer. Jeder der damit schonmal gearbeitet hat, weiß am Ende des Tages auch, was er gemacht hat. Wir greifen lieber zum fortschrittlichen Elektro-Vertikutierer. Hier greifen die Zähne des Geräts in den Boden und reißen das Moos raus. Am Ende muss man dieses nur noch zusammenharken und ab damit auf den Kompost.

2. Schritt: Im Bedarfsfall nachsäen oder düngen
Glücklicherweise haben wir nach dem Vertikutieren noch eine verhältnismäßig gute und geschlossene Rasendecke. Diese werden wir nun in den nächsten Wochen durch Dünger stärken. Beim Rasen bietet sich organischer Dünger an. Dieser hat den Vorteil, dass er länger im Boden gespeichert werden kann und nicht so schnell ausgewaschen wird. Das führt somit dazu, dass der Rasen langfristig gestärkt wird.

Jetzt heißt es abwarten und Ergebnisse kontrollieren. Wir hoffen, dass wir in 6 bis 8 Wochen eine schöne, geschlossene, sattgrüne und kraftvolle Rasenfläche haben.


Wir berichten nach und zeigen euch unsere Ergebnisse. In diesem Sinne: Gut Grün.

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